Sherwin Shammas
Portfolio
Sherwin Shammas ist eine iranische Künstlerin mit über 20 Jahren Erfahrung als freischaffende bildende Künstlerin und Kunstwissenschaftlerin.
Schon in früher Kindheit begann sie zu malen.
Sie erwarb den Bachelor of Fine Arts in Malerei an der Azad-Universität Teheran (Fakultät für Kunst und Architektur) sowie den Master of Arts in Kunstforschung an der Universität Teheran (College of Fine Ans).
Die bildnerischen Arbeiten von Sherwin Shammas untersuchen den Bruch zwischen ,,Ausdruck" und »Wahrnehmung". In einem persönlichen Stil und unter Verwendung persischer Malerei (Negargari), Literatur, antiker Schriften sowie Schrift als visuellem Element streben diese Werke danach, eine moderne, in der Tradition verwurzelte Sprache zu schaffen.
Sie erzählen von der emotionalen Isolation und der Ausdrucksunfähigkeit des zeitgenössischen Menschen. Zentrales Thema ihrer Arbeit ist die Unzulänglichkeit der Sprache und verschiedener Ausdrucksformen, Schmerz und Leid fehlerfrei zu vermitteln. Die Künstlerin ist überzeugt, dass das Publikum im Ausdruck lediglich eine Spiegelung der eigenen begrenzten Erfahrungen erkennt; Leid wird nur im Maße geteilter Erfahrungen verstanden. Infolgedessen bleibt die wahre Bedeutung des Schmerzes der Künstlerin verborgen und isoliert im Schatten der persönlichen Interpretation des Betrachters.
Die Entwicklung ihrer Werke beginnt mit der traditionellen Eleganz der iranischen Malerei in der "Negareh Collection" und schreitet in jüngeren Serien wie "New-Negareh" hin zu einer abstrakteren Atmosphäre mit limitierter Farbpalette und Formen, die aus der traditionellen persischen Malerei adaptiert sind. Die "Imaginary Memories Collection" nutzt Texte oder Collagen aus Kurzgeschichten, die von der Malerin selbst verfasst wurden. Durch das Reißen des Papiers und die Fragmentierung der Schrift werden diese unleserlich und die Erzählung unverständlich. In der "Illegible Visual Collection" werden vertraute persische Wörter in der antiken sassanidischen Pahlavi-Schrift geschrieben - einer Schrift, die im Iran vom 3. Jahrhundert v. Chr. bis in die Frühislamische Zeit verbreitet war.
Obwohl diese Wörter in der modernen Aussprache vertraut bleiben, macht ihre antike Schrift sie Kir die heutige Allgemeinheit unlesbar. In diesen Kollektionen wird Schrift nicht zum Lesen eingesetzt, sondern als Textur und visuelles Element.
Diese Unleserlichkeit dient als Metapher Kir Worte und Leiden, die, obwohl sie für den Sprecher klar sind, für das Publikum ein obskures, fremdes und undurchdringliches Geheimnis bleiben. In ihrer neuesten Serie ist die Rekonstruktion ihrer alten Werke eine Kritik an der Fehlinterpretation eines klaren Ausdrucks, bei der deutlicher Schmerz zu einer "gierigen Euphorie" reduziert wird. Dies spiegelt das Versagen der Wahrnehmung eines Publikums wider, das den Zusammenbruch eines Menschen - und die Flicken, mit denen seine Wunden geheilt wurden - lediglich als gewöhnlichen Zierrat innerhalb der eigenen schönen Lebenserfahrung betrachtet.
Sie hat ihre Kunstwerke in Einzel- und Gruppenausstellungen in zahlreichen Ländern präsentiert, darunter Österreich, Deutschland, Kanada, USA, Frankreich, Italien, Türkei, Malaysia, Aserbaidschan und Iran.
Zudem wurden ihre Arbeiten bei vielen nationalen und internationalen Veranstaltungen ausgezeichnet.
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