Mag.a Judy Mardnli B.Sc. 

judymardnli@hotmail.com 

www.judyartart.wordpress.com 

 

künstlerische Ausbildung

 

o 2021 Abgeschlossenes Studium der Malerei und Grafik, Kunstuniversität Linz

 

Ausstellungen

 

o 2019 S.I.X. Wohnzimmergalerie, Litzlberg/Attersee

o 2018 Kunst im Bad, Katholische Hochschulgemeinde, Linz

o 2015 Bruckmühle, Pregarten

o 2014 Raiffeisenbank, Wartberg/Aist

o 2009 Landeskulturzentrum Al - Hasaka

o 2009 Landeskulturzentrum Qamischli

 

Gemeinschaftsausstellungen

 

o 2020 THATS´S NEW - AND NEEDED!, Kunstsammlung Land OÖ

o 2020 Start Collection, Fachl Linz

o 2019 Kunst@Advent, Weitra o 2019 Transform - Arte, Eisenstadt

o 2019 Taxispalais Kunsthalle Tirol, 36. Grafikwettbewerb, Innsbruck

o 2018 BestOff, Kunstuniversität, Linz o 2018 Kulturtankstelle, „Praktisch Scheiße“, Linz o 2018 Rundgang, Kunstuniversität, Linz o 2018 Integrationswoche, Kunstuniversität, Linz o 2017 Paraphrase Documenta, Kunstuniversität, Linz

o 2017 Rundgang, Kunstuniversität, Linz

o 2017 One More Gallerie, „One To More“, Wien o 2013 Landeskulturzentrum, Al - Hasaka o 2013 Privatuniversität Cordoba, Al - Hasaka o 2012 June Saal, Beirut

o 2011 Landeskulturzentrum, Aleppo o 2010 Al – Shaab Gallery, Damaskus

 

Studienreisen

 

o 2017 Documenta 14, Kassel, Düsseldorf, Münster o 2018 Prag, Wien, Salzburg

o 2019 Rom

 

Projekte

 

o 2018/2019 Publishing Shit, Kunstuniversität Linz, Gemeinschaftsprojekt, Leitung: Tomash Schoiswohl Ausstellung: Akademie der bildenden Künste, Wien

o 2018 Stage Design, Bühne und Kostüme für die Produktionen Noah und der große Regen und Krieg der Welten, Landestheater Linz Gemeinschaftsprojekt, Leitung: Stefan Brandtmayr Aufführung: Junges Theater, Landestheater Linz

o 2017 Revolution des Krebsgeschwürs, Kunstuniversität Linz, Gemeinschaftsprojekt, Leitung: Cäcilia Brown

Ausstellung: One Work Gallery, Wien

 

Sonstiges

 

o 2021 Diplomarbeit „unfreiwillige Reise“, Lentos Linz

o 2020 Ankauf von Bildern durch die Landesregierung OÖ

o 2019 Leihgabe von Bildern an die Landesregierung OÖ

 

 

 Beschreibung des Werkes für den Kunstpreis LENTOS Freunde 2021 Thema „SOLIDARITY“ Judy Mardnli Beschreibung zu dem Werk „die ewige Mutter“: Im Jänner 2021 habe ich meine Diplomarbeit „unfreiwillige Reise – ein Bildertheater in ungerechten Szenen“ im Lentos präsentiert. Die Arbeit handelt von meiner Flucht und ihren Auswirkungen auf mein Leben, meine Kunst und schildert Szenen des Weges, den ich gehen musste. Das Werk „die ewige Mutter“ ist wie eine Fortsetzung, eine Zusammenfassung, eine Vereinigung der Emotionen zu diesem Thema. Das Format ist 92,5 x 150 cm, Tinte auf Papier. Ich habe ungefähr ein Monat daran gearbeitet. Während des Prozesses habe ich die Trennung von meinen Freunden und meiner Familie tief gespürt und dies hatte zur Folge, dass nicht nur eine Darstellung, sondern mehrere Abbildungen in ein Bild geflossen sind. Die Farben sind bewusst eingesetzt und eine Mischung aus grauen Tönen und strahlenden Farben. Wie die Traurigkeit und die Hoffnung. Die Menschen wirken gedrückt, in sich zurückgezogen, nur die Kinder umgibt eine Leichtigkeit. Die Natur wirkt friedlich und doch manchmal rau. Im Mittelpunkt steht die „ewige Mutter“, die starr und ohne eingreifende Hände den Betrachter ins Gesicht blickt. Es bedarf Solidarität jenen gegenüber, die unfreiwillig von der Wucht des Krieges getroffen werden. Kinder, deren Zukunft plötzlich schwarz gefärbt wird. Eltern, deren Herzen voller Verzweiflung sind, weil sie ihren Kindern ein Leben in Frieden, Sicherheit und Freiheit ermöglichen wollen. Alte Menschen, die ihre letzte Schritte auf zitternder Erde gehen, voller Angst und ohne Möglichkeit, dem Schrecken zu entkommen. Junge Menschen, deren Blick ausdruckslos geworden ist, weil sie Dinge sehen mussten, die eine Seele nicht ertragen kann und doch muss. Menschen, die nichts Anderes wollen, als sich wertvoll, beschützt und geliebt zu fühlen. Geliebt von der „ewigen Mutter“, die das Leben symbolisiert. Hier Auszüge meiner Diplomarbeit, welche diesen Gefühlen einen Ausdruck verleiht. „Die Möwen tanzen im Himmel der Freiheit“ Nach einer langen, unfreiwilligen Reise durch die Wälder der Dunkelheit, den Feldern mit verlorenen Träumen, den Flüssen der Angst und den Hügeln der Sorge, bin ich an einem Ziel, zu welchem mich das Schicksal geführt hat. Ich erinnere mich an einen Moment, in dem ich beim See stand, verzaubert von dem Panorama, welches sich mir darbot. Ich sah eine Frau in versteinerter Form eines Berges vor mir. Sie schien friedlich zu schlafen und ich musste wieder an meine Mutter denken. Sie begleitet mich überall. Die Sonne fand ihren Weg durch den Nebel und der See glitzerte golden während die Möwen im Himmel zu tanzen schienen. Keine Bedrohung, keine Unsicherheit, kein Gefühl von auf der Flucht sein mehr. Es war ein Gefühl der Unbekümmertheit welche ich seit langer Zeit nicht mehr gefühlt hatte. Meine Sorge stand neben mir und nahm mich bei der Hand. Sie versprach mir, mich niemals loszulassen und dennoch würde sie sich so leicht wie möglich machen, damit ich sie nicht ständig fühle. Sie sagte, ein Flüchtling zu sein, bedeute Sorgen zu haben. Die Sorglosigkeit jener Menschen, welche das Leid eines Krieges, nicht selbst erleben mussten, verführe diese dazu ein Urteil über die Flüchtenden zu fällen, welches immer wieder zu neuen Szenen der Ungerechtigkeit führt. Auf der anderen Seite stand meine Sehnsucht und sagte, sie werde mich nie verlassen. Doch sie versprach, ihre Samen sorgfältig in mich zu pflanzen um mich wie ein sanfter Wind, nach voran zu treiben um meine Träume wahr zu machen. Ich lächelte still und fühlte, dass die Sorge und die Sehnsucht, treue Begleiter sein werden. Doch die Sehnsucht verleiht mir Flügel, welche mich über die Sorge hinwegträgt. „Die Ungerechtigkeit“ Die Ungerechtigkeit tritt in vielen verschiedenen Szenen des Lebens auf. Manchmal trägt sie eine Maske und tritt vor uns, um uns zum Tanz zu bitten. Wir drehen uns mit ihr und glauben wir tanzen mit einem Freund. Erst wenn sie ihre Maske, freiwillig oder unfreiwillig, verliert erkennen wir sie. Ungerechtigkeit tut weh, denn sie schlägt der Gerechtigkeit ins Gesicht. Sie verspottet die Unschuld und verhöhnt die Würde des Menschen. Wie ein Raubtier schleicht sie sich an und jagt ihre Beute gnadenlos. Sie verwandelt friedvolle Menschen in Menschen voller Hass. Ungerechtigkeit lässt der Seele spitze Dornen wachsen. Ungerechtigkeit trägt einen falschen Stolz auf einem falschen Weg, sagt falsche Worte und trifft falsche Entscheidungen. Doch sie vergisst, dass die Gerechtigkeit aus den Augen der Menschen kommt. Die Tränen, welche aus dem Schmerz der Ungerechtigkeit geboren werden, setzen die Sehnsucht in Bewegung. Die Sehnsucht nach der Wahrheit und der Liebe. Diese Sehnsucht setzt der Ungerechtigkeit ihre Grenze und in der Vergebung und der Versöhnung mit ihrer Begegnung, öffnet sich uns eine Freiheit, die grenzenlos ist und die es möglich macht, das am Ende der Frieden stärker ist als der Krieg.